Lokaler Aktionsplan Barnim

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08.07.2010

Das Gymnasium Finow wird 44. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" im Land Brandenburg

Am 7. Juli bekam das Gymnasium Finow als 44. Schule im Land Brandenburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. 

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.

Pate des Gymnasiums Finow ist das Theaterensemble LABEL NOIR, das ausschließlich aus Schwarzen Schauspielerinnen und Schauspielern besteht.

Gefördert vom Lokalen Aktionsplan Barnim hatten Lara Sophie Milargro und Vanessa Rottenburg, zwei Schauspielerinnen des Ensembles, Anfang Mai fünf 45minütige Workshops für die Klassen 8,9,10 und 11 durchgeführt und spielerisch wachgerufen, wie nah uns Rassismus ist. Es ging um Stereotype und Vorurteile, mit denen wir ständig hantieren, und die wir insbesondere Schwarzen Menschen bisweilen um die Ohren hauen.

Wer mehr über die Stereotypisierung und Exotisierung von Schwarzen Menschen erfahren will, dem empfehlen wir die Seite DER BRAUNE MOB. Aktuell geht es dort auch um Eberswalde und darum, dass afrikanische Menschen sowie ihre Darbietungen, Kunst und Kultur Gegenstand eines Zoobesuchs werden sollen.

 

30.06.2010

Jüdische Kultur erleben

Am Sonntag, den 11. Juli 2010 eröffnet die diesjährige „Jüdische Woche“ in Bernau. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet ein Konzert mit der Kantorin Mimi Sheffer in der Sankt-Marien-Kirche um 16 Uhr.

Mimi Sheffer, Kantorin und Sängerin, gestaltet ein Konzert  von klassischer bis zur gegenwärtigen Synagogalmusik  Hazzanut. Musik renommierter internationaler Kantoren wird in all ihren Facetten zwischen gestern und heute präsentiert. Mimi Sheffer singt virtuose Solostücke und bekannte
Synagogenlieder  und spannt dabei einen Bogen zwischen dem Dramatischen und Innigen, dem Melancholischen und der Freude. Begleitet wird sie von Organist und Pianist Mirlan Kasymaliev.
Anschließend wird der Vorstand der Gemeinde im Tobias-Seiler-Saal sich und das  Programm der Jüdischen Woche vorstellen. Vertreter der Stadt, des Landkreises und der Kirchen sind eingeladen, ein Grußwort zu sprechen. Bei einem koscheren Buffet gibt es Gelegenheit  zum Erfahrungsaustausch.

Weitere Termine sind:

Sonntag, der 18. Juli 2010 „Tag der Jüdischen Kultur“, im AWO Saal, An der Stadtmauer 12, Bernau
12 -17 Uhr: Konzert  mit Klezmer-Chidesh-Band
18.30 Uhr: Traditionelle jüdische Speisen und koscherer Wein aus Israel können probiert werden
19.30 Uhr: Geselliges Beisammensein und jüdische Tänze zur Musik der Gruppe Klezmer Chidesh

Sonntag, 5. September 2010 Abschlussveranstaltung, AWO Saal, An der Stadtmauer 12, Bernau
16 Uhr: Konzert mit dem Jüdischen Chor aus Cottbus
18.30 Uhr: Jüdische Tanzgruppe  präsentiert Traditionelle Tänze
Anschließend kleines Buffet und Gespräch zum Thema jüdisches Leben heute im Landkreis Barnim

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos, für Speisen und Getränke wird um eine kleine Spende gebeten.

 

29.05.2010

500 Menschen verhindern Neonaziaufmarsch in Bernau

Foto: Brandenburg Nazifrei

Jubel bricht bei den Blockierer_innen aus, als die Nazis gegen 14:00 Uhr ihre Versammlung auflösen. Durch die Sitzblockade am Bahnhofsvorplatz wurde der Naziaufmarsch in Bernau verhindert.

Rund 500 Menschen folgten dem Aufruf von "Brandenburg Nazifrei" und beteiligten sich an der Blockade einer Kreuzung, welche auf der Route des geplanten Neonaziaufmarsches lag. Etwa vier Stunden machten die Blockierenden die Straße dicht, unter ihnen viele Bernauer/innen, Unterstützer/innen aus der Region, antifaschistische Gruppen, zivilgesellschaftliche Initiativen, sowie Parteien und Gewerkschaften.

Die 90, zumeist von außerhalb angereisten Neonazis konnten hingegen keinen Meter laufen. Einmal die Bahnhofstreppe runter, 2 Stunden lang Beine in den Bauch stehen, sich ärgern, dann wieder die Bahnhofstreppe rauf - das war der Auftakt der "KMOB" Demos.

Das die Veranstaltung so erfolgreich verlaufen konnte ist auch dem besonnenen Einsatz der Polizei unter Einsatzleitung des Schutzbereichsleiters Hans-Jürgen Willuda zu verdanken, der seine Entscheidung, von einer Räumung der friedlichen Blockaden abzusehen, wie folgt begründetet:  "Ich habe einfach den Aspekt der Verhältnismäßigkeit abgewogen". Er habe sich gefragt, ob es vertretbar ist, gegen mehrere hundert friedlich blockierende Demonstranten, auch wenn sie im Hinblick auf das Versammlungsgesetz im Unrecht sind, unmittelbaren Zwang anwenden zu lassen. Daraufhin habe der Polizeiführer den Demonstrationszug der Neonazis untersagt und stattdessen eine Kundgebung genehmigt. Dies lehnten die Neonazis ab und zogen zähneknirschend davon.

Von Bernau geht jetzt ein Achtungszeichen ins ganze Land aus: "Wir können wirklich Neonazi-Aufmärsche verhindern!“, so Anna Spangenberg vom landesweiten Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Nach der erfolgreichen Blockade in Bernau, gehen die Aktionen nächsten Samstag in Eberswalde weiter. Auch dort wird sich das Bündnis den Nazis entgegen stellen.

Quelle: Bündnis Brandenburg Nazifrei, Nordkurier

 

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Unterlagen hier

 

STREETPARADE 2010

Laut Bunt Antifaschistisch

Das Dosto Bernau läd zur 3. Straßenparade durch Bernau. Unter dem Motto "Keine Stimme den Nazis - für ein antifaschistische Jugendkultur" führt die Route vom Bahnhof durch die Stadt. Danach geht es auf dem Gelände des Kulturhofes mit Musik, Graffiti, Kickern, Jonglage, Infoständen, Essen und vielem Mehr weiter.

Hintergrund der Straßenparade: in einer Gesellschaft in der rassistische und antisemitische Denkweisen verbreitet sind, möchten die Veranstaltenden eine alternative (Jugend-) Kultur etablieren, die es sich zur Aufgabe macht, eben jene rechten Tendenzen sowie Homophobie und Sexismus zu bekämpfen.

Wann: 10. Juli 2010 Bernau bei Berlin
Ab 14 Uhr am (Bus) Bahnhof (S2)

Mehr Informationen und das Programm finden sich hier.

 

 

Soccer WM in Eberswalde

 

Unter dem Motto "Soccer WM 2010 – im Zeichen von Toleranz, Fairness und friedlichem Miteinander" veranstaltet der KSB Barnim am 10. und 11. Juli eine Soccer-WM auf dem Eberswalder Marktplatz. Los geht's ab 11 Uhr. Die antretenden Mannschaften repräsentieren die WM Teilnehmenden. Nicht nur sportliche sondern auch rassistische Ausfälle werden umgehend geahndet.

Anschließend wird das Spiel um Platz 3 sowie das WM Finale auf dem Marktplatz übertragen.

 

 

 

Machen Sie mit und bekennen Sie sich gemeinsam mit uns gegen Rechtsextremismus! Egal ob am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein oder auf der Straße - zeigen Sie Haltung für ein vielfältiges, demokratisches Gemeinwesen.

Mehr zur Kampagne hier.