Newsletter des LAP Barnim – 1. Ausgabe, Oktober 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns außerordentlich, Ihnen und Euch unseren ab heute in regelmäßigen Abständen erscheinenden Newsletter vorzustellen. Wer auch zukünftig immer gut über unsere Aktivitäten informiert sein möchte, melde sich auf unserer Homepage www.lap-barnim.de an, ein Blick auf die Seite lohnt sich auch sonst.

IN EIGENER SACHE

Wer sind wir, was machen wir und was ist ein Lokaler Aktionsplan (LAP)?

Lokale Aktionspläne sind konkrete, vor Ort ausgearbeitete und umgesetzte Konzepte, die Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor allem unter jugendlichen Einwohnerinnen und Einwohnern stärken sollen. Sie sind die Vor-Ort-Agenturen des auf Dauer angelegten Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, dessen Anliegen es ist, zu einem friedlichen und demokratischen Zusammenleben beizutragen.

Konkret arbeiten die Kommune und lokale Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft - von den Kirchen über Vereine und Verbände bis hin zu engagierten Bürgerinnen und Bürgern, sowie Jugendlichen - eng zusammen. Sie bilden einen Lokalen Begleitausschuss und entwickeln gemeinsam eine Strategie gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen vor Ort. Diese wird in Aktionen und Projekten umgesetzt.

Zentrale Ansprechpartnerin für den Arbeitsverbund des Lokalen Aktionsplans ist die Koordinierungsstelle.
Diese ist beim Dezernat II der Kreisverwaltung Barnim und dort beim Jugendamt angesiedelt.
Im Rahmen eines Einzelprojektes wurde für die Beratung und Begleitung von Projektvorhaben und Projekten eine externe Koordinierungsstelle beim Eberswalder Zentrum für demokratische Kultur, Jugendarbeit und Schule e.V. im LAP Barnim eingerichtet.
Aufgabe der externen Koordinierungsstelle ist neben der konsequenten Einbindung aller relevanten Akteurinnen und Akteure in allen Phasen die inhaltliche Darstellung der Themen des Lokalen Aktionsplans Barnim.

Seit dem Start im September 2007 konnten im Landkreis Barnim bereits über 30 Projekte durch den LAP gefördert werden. Nun steht eine weitere Förderperiode an und damit es erfolgreich weitergehen kann, sind wir auf Mitwirkung und Unterstützung aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung angewiesen.

MITMACHEN

Aufruf zur Beteiligung an der Fortschreibung des LAP

Bis Ende Oktober soll im Rahmen der Fortschreibung eine aktualisierte Beschreibung der Problemlage entstehen, die Ziele ggf. neu definiert und das Handlungskonzept (Was passiert wann?) angepasst werden.

Für das alles benötigen wir Ihre / Eure Hilfe und möchten deshalb Sie / Euch einladen am Donnerstag, den 23. Oktober 2008 in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr an der Fortschreibung des LAP Barnim mitzuwirken. Das Treffen findet im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 in 16227 Eberswalde / Brandenburgisches Viertel statt. Gemeinsam wollen wir neue Ideen entwickeln und überlegen, wo unsere Handlungsschwerpunkte für das kommende Jahr liegen.

Die Moderation wird vom Mobilen Beratungsteam (MBT - Hilfe zur Selbsthilfe gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit - für eine demokratische Kultur im Land Brandenburg) übernommen.

RECHTSEXTREMISMUS

Zur aktuellen Situation nach der Brandenburger Kommunalwahl 08

Die rechtsextreme DVU zieht nach der Kommunalwahl am 28. September 2008 erstmalig in den Kreistag Barnim ein. Die Vertreter für die nächsten fünf Jahre heißen Mike Sandow und  Dietmar Lange. Ferner wird die DVU in der Stadtverordnetenversammlung Bernau durch Veronika Urban und Peggy Müller und in der Gemeindevertretung Schorfheide durch Sybille Mann vertreten sein. Mike Sandow zog zusätzlich für die NPD in die Stadtverordnetenversammlung Biesenthal ein.

Rechtsextreme sind Feinde der Demokratie, sie wollen nicht – wie Demokraten – eine bessere Demokratie sondern ein autoritäres System. Rechtsextreme wollen als normale Partei in den Parlamenten akzeptiert werden. Aber nicht eine sachorientierte Bearbeitung der anstehenden Entscheidungen, sondern die angestrebte Systemveränderung motiviert letztlich die Aktivitäten der Rechtsextremen.

Deshalb, es gibt keine gemeinsame Sache mit den Feinden der Demokratie!

Mehr Informationen zur NPD und Mike Sandow sowie zur DVU und Sybille und Klaus Mann finden sich hier

Hier ein Tipp für erste Informationen über die Tätigkeit von Rechtsextremen in Kommunalparlamenten:

Seit den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen im September 2006 sitzen in fünf Berliner Bezirksverordnetenversammlungen Mitglieder der NPD, DVU bzw. der Republikaner. Kurz nach den Wahlen haben sich mehrere engagierte Personen zu einem Projekt zusammengeschlossen, welches sich „Nazis in den Parlamenten (NiP) Berlin“ nennt. Ziel dieses Projektes ist die kontinuierliche, kritische Dokumentation der Aktivitäten der Mitglieder der NPD, DVU bzw. Republikaner in den Parlamenten, aber auch die Schaffung eines Netzwerkes, welches sich überregional mit ihnen und ihrer Arbeit in Parlamenten allgemein beschäftigt.

TERMINE

"Ferien im Führerbunker"

Informationsabend zur Heimattreuen deutschen Jugend (HDJ)

Freitag, 24.10.2008, 18 Uhr im Jugendkulturzentrum Kulti, Bahnhofsttaße 125, 16359 Biesenthal

"Förderpreis für Demokratie"

noch bis zum 20. Oktober 2008 bewerben - alle Infos hier

 

Herzliche Grüße

für die externe Koordinierungsstelle

Elisabeth Schönrock und Kai Jahns

 

 

Impressum:

Inhaltliche Verantwortlichkeit:

Eberswalder Zentrum für demokratische Kultur, Jugendarbeit und Schule e.V.
Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit
c/o Kita Pusteblume
Ringstraße 183
16227 Eberswalde

Der Eberswalder Zentrum für demokratische Kultur, Jugendarbeit und Schule e.V. wird vertreten durch Kai Jahns als Geschäftsführer.

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Kai Jahns (Anschrift wie oben)

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Gefördert durch das Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

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