Kinderschutz jenseits rechtsextremer Scheinlösungen
Projektträger:
Amadeu Antonio Stiftung
Linienstraße 139
10115 Berlin
Ansprechpartner:
Timo Reinfrank
Zielgruppe:
Bewohner/innen des LK Barnim, v.a. Joachimsthaler/innen sowie Multiplikatoren, Verwaltung und Medien
Kurzinhalt:
Bürgerinnen und Bürger fühlen sich häufig allein mit ihrer Angst um ihre Kinder und der Furcht vor sexuellem Missbrauch. Auf diese Hilflosigkeit setzen die rechtsextreme Szene und die NPD. Gegen kaum etwas engagieren sich Rechtsextreme so gern wie gegen „Kinderschänder“. Im Landkreis Barnim fordern Neonazis regelmäßig die "Todesstrafe für Kinderschänder", seitdem der Serien-Vergewaltiger Werner K. wieder bei seiner Schwester in Joachimsthal lebt. Zurück bleiben die Joachimsthaler. Sie sind allein mit ihrer Angst um ihre Kinder und der Furcht vor dem Vergewaltiger, der 22 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht hat. Niemand fragt, wie die Stadt mit einem Vergewaltiger lebt, niemand hat Antworten. Außer vermeintlich die NPD.
Die berechtigte Empörung ist groß, ebenso die Ängste vor möglichen Wiederholungstaten. Die Diskussion über die Tat, die Folgen, auch für die Prävention, darf jedoch nicht den Rechtsextremen überlassen werden. Sie bieten keine Lösungen und es gilt die Instrumentalisierung durch die rechtsextreme Szene zu verhindern. Dass soviel Engagement von Neonazis nicht von ungefähr kommt und gleich gar nichts mit Kinderschutz zu tun hat, soll im Rahmen einer Aufklärungskampagne deutlich werden, zu der im ersten Schritt eine Aufklärungsbroschüre in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren erarbeitet und herausgebracht wird.
Die Broschüre zum download.
Kontakt:
Fon (030) 24088610
Fax (030) 24088622
www.amadeu-antonio-stiftung.de

