Nazis im Netz
„Klickts? Geh Nazis nicht ins Netz!“ ist der Titel einer neu erschienen Broschüre von jugendschutz.net und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Zugeschnitten für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, macht die Broschüre deutlich, dass das Internet mehr und mehr zu einem der wichtigsten Propagandainstrumente der Neonazis avanciert. So macht die Broschüre Jugendliche auf die Aktivitäten der Neonazis im Internet aufmerksam und weist Handlungsoptionen auf, was jede/r Einzelne gegen diese Entwicklung tun kann!
Mehr dazu hier.
Ein weiterer empfehlenswerter Artikel, erschienen in der Süddeutschen Zeitung.
Neue Heimat Barnim!
Ende 2007 lebten im Landkreis Barnim 2847 Ausländer/innen (1357 Frauen und 1490 Männer) aus ca. 110 Ländern. Insgesamt leben hier ca. 4500-5000 Personen mit Migrationshintergrund, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 2,5 - 2,8 % entspricht. [...]
Laut Angaben des Landesamtes für Statistik hat sich in unserem Landkreis der Anteil der Nichtdeutschen an der Gesamtbevölkerung seit 1990 mindestens verdreifacht. [...]
Der Barnim ist seit dem bunter und internationaler geworden, wobei ein Vergleich mit dem alten Bundesgebiet deutliche Unterschiede zeigt, da dort der Anteil der Zugewanderten wesentlich höher ist und auch andere Herkunftsländer dominieren.
Seit der Wiedervereinigung wurden außerdem ca. 3500 Spätaussiedler/innen aufgenomen, von denen etwa 30 bis 40 % noch im Barnim leben, ca 600 davon in Eberswalde. [...]
Von den Einheimischen hört man oft den Satz: "Warum lernen diese Leute nicht ganz schnell Deutsch und übernehmen unsere Sitten und Bräuche?"
Abgesehen von der Frage nach dem Sinn der sogenannten deutschen "Leitkultur", können wir aber nicht einseitig und pauschalisierend über die Integrations(un)willigkeit von Migrantinnen und Migranten reden, ohne zugleich die Integrationsbereitschaft der Gesellschaft einzufordern. Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, bürgerliche Mitverantwortung sind Grundwerte unserer Gesellschaft. [...]
Öffnung nach außen, positiver Umgang mit Differenz, Multiperspektivität, ein neues Verständnis des Zusammenspiels von Mehrheiten und Minderheiten und Konfliktfähigkeit sind gesellschaftliche Haltungen, die wir brauchen. [...]
Von diesen Zielen sind wir - nicht nur im Barnim - noch weit entfernt. [...]
Integration ist weder ausschließlich Privatsache noch eine allein vom Staat zu bewältigende Aufgabe. Gelingen kann sie nur als zivilgesellschaftliches Projekt, in das sich alle [...] einbringen müssen. Dabei geht es stark um unsere Einstellung, unsere Offenheit und Toleranz.
Es muss uns insgesamt besser gelingen, Zugewanderte nicht nur als Konsumenten und Hilfesuchende zu betrachten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen zu verwirklichen, eigene Stärken anzuwenden und sich in das Gemeinwesen einzubringen.
Quelle: Broschüre "Fremde Heimat Eberswalde?" Seiten 51-52
Hier finden Sie die Broschüre "Fremde Heimat Eberswalde?" als pdf-Datei.

