Lokaler Aktionsplan Barnim

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Der LAP-Barnim, eine Chance zur Mobilisierung zivilgesellschaftlichen Engagements und ein Instrument der pädagogischen Intervention gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Zivilgesellschaft aktivieren

Beispiele für aktive Bündnisse, die der LAP-Barnim unterstützt, sind das Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit, welches seit 6 Jahren in Bernau und Umgebung aktiv gegen Rechtsextremismus auftritt, und das breite Biesenthaler Netzwerk von Bürger/innen, Vereinen und Einrichtungen, das sich seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit Stadtpolitik und -verwaltung gegen ein NPD-Objekt und verstärkte Naziaktivitäten im Ort stellt.

In Bernau, insbesondere im Ortsteil Schönow, in Eberswalde, Biesenthal, Joachimsthal und in Finowfurt (Gemeinde Schorfheide) traten die Rechtsextremen offen auf. Im Barnim finden regelmäßig Konzerte rechtsextremer Bands statt.

Gewalt und Gewaltverherrlichung gehören zur rechsextremen Szene, so zogen Rechtsextreme, mit Schlagringen und Teleskopschlagstöcken bewaffnet, durch Eberswalde und zerstörten den Asia-Imbiss einer vietnamesischen Familie durch Feuer.

Junge Eberswalder/innen starteten gemeinsam mit der Bürgerstiftung Barnim Uckermark eine Spendenkampagne und der Asia-Imbiss konnte bald wieder eröffnen. 

Das Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit brachte eine Infobroschüre heraus, in der über rechtsextreme Aktivitäten berichtet wird und die sich mit rechtsextremer Ideologie auseinander setzt. Die Antifaschistische Aktion Bernau trug mit zum Gelingen der Broschüre bei.

Ankündigung und Verlauf einer antifaschistischen Straßenparade mit Unterstützung vom Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit und eines darauf folgendenStraßenfestes führten zu einer Kontroverse im LAP-Barnim, in deren Verlauf dem Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit zum Teil die Unterstützung entzogen wurde.  

Der LAP-Barnim ist derzeit zuallererst ein staatliches Förderpogramm und bildet sicher nur begrenzt eine Klammer für zivilgesellschaftliche Aktivitäten, die sich mit Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus auseinander setzen.